Sieben Tote hat die Woche

Jacques Deray ist vor allem durch seine Filme mit Alain Delon („Der Swimmingpool“, „Borsalino“) und Jean-Paul Belmondo („Der Außenseiter“, „Der Profi 2“) als Thriller-Regisseur bekannt geworden, doch inszenierte er bereits 1963 mit „Sieben Tote hat die Woche“ einen packenden Noir-Thriller, der bis zum Schluss fesselt.

Inhalt:

Die fünf Gauner Christian Jabeke (Jean Rochefort), Moreau (José Giovanni), Paoli (Charles Vanel), Georges Clavet (Michel Auclair) und Maurice Valoti (Claude Dauphin) wollen richtig groß abräumen, indem sie ins Drogengeschäft einsteigen. Der Plan ist, dass sie jeweils ein Fünftel der Summe aufbringen, um eine große Drogenlieferung aus Marseille zu kaufen. Allerdings kommt die Ladung in einem Rutsch, so dass die Gangster jeweils 100.000 Dollar berappen müssen, um das Geschäft abschließen zu können. Moreau soll das Geld schließlich per Bahn nach Marseille bringen. Allerdings weckt die hohe Summe vor allem bei Jabeke, der eine Affäre mit Valotis Frau Hélène (Daniela Rocca) unterhält, Begehrlichkeiten, eröffnet ihm die Gesamtsumme doch die Möglichkeit, mit seiner Geliebten ein neues Leben anzufangen. Tatsächlich trennt er sich zunächst von der Gruppe, um angeblich in Brüssel einen geschäftlichen Termin wahrzunehmen. Verkleidet spioniert er den Schlafwagen aus, in dem Moreau untergekommen ist, überfällt ihn nachts und nimmt das Geld an sich, nachdem er Moreaus Leiche aus dem Zug geworfen hat. Unter den vier verbliebenen Gaunern geht das Misstrauen um, wer von ihnen hinter der Tat stecken könnte, und bald gibt es den nächsten Toten zu beklagen…

Kritik:

Nach dem Roman „Les Mystifiés“ von Alain Reynaud-Fourton hat Jacques Deray ein ungewöhnliches Heist Movie inszeniert, bei dem die Gauner nämlich die Beute untereinander stehlen, wobei dem skrupellosen Jabeke eine Schlüsselrolle als Initiator zukommt. Da es hier keine Sympathieträger oder Identifikationsfiguren gibt, schaut man dem gerissenen Treiben der geldgierigen Männer einfach lustvoll zu, wobei vor allem Jean Rochefort („Der Mann der Friseuse“, „Kein Sterbenswort“) als eiskalter Dieb und Killer im Zentrum der spannenden Handlung steht, denn da auch Jabeke bei seinen an sich geschickt ausgearbeiteten Plänen Fehler unterlaufen, bleibt es immer offen, inwieweit ihm seine Mitstreiter auf der Spur sind. Das ist beklemmend inszeniert, toll fotografiert und überzeugend gespielt.

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