Peter von Kant
Das deutsche Enfant terrible Rainer Werner Fassbinder („Berlin Alexanderplatz“, „Angst essen Seele auf“) hatte mit „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ 1972 eine lesbische, sadomasochistische Dreiecksgeschichte als extrem artifizielles Kammerspiel inszeniert, das auch sichtlich autobiographische Züge trug. Ein halbes Jahrhundert später präsentierte François Ozon („8 Frauen“, „Alles ist gutgegangen“) mit „Peter von Kant“ eine männliche Variante von Fassbinders Stück und hob mit seiner Hommage den autobiografischen Charakter der Geschichte deutlicher hervor, was sich schon in der äußeren Ähnlichkeit von Hauptdarsteller Denis Ménochet mit dem deutschen Autorenfilmer niederschlägt. Inhalt: Peter von Kant ( Denis Ménochet ) lebt 1972 in einem mondänen Loft in Köln, zusammen mit seinem ihn wortlos anschmachtenden Sekretär Karl ( Stefan Crépon ), den er wie einen Leibeigenen schikaniert und ausbeutet. Der ehemalige Starregisseur hatte aber lange keine gute Idee mehr und lässt ...
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