Gefühl und Verführung
Mit „Die Strategie der Spinne“, „Der große Irrtum“, „Der letzte Tango in Paris“ und „1900“ avancierte Bernardo Bertolucci in den 1970er Jahren zu einem der renommiertesten italienischen, ja europäischen Filmemacher, verlegte sich dann aber mit „Der letzte Kaiser“, „Himmel über der Wüste“ und „Little Buddha“ eher auf schöne Bilder als auf interessante Geschichten. In der Hinsicht schließt sich sein 1996 inszeniertes Spätwerk „Gefühl und Verführung“ nahtlos an. Inhalt: Die 19jährige US-Amerikanerin Lucy ( Liv Tyler ) reist nach dem Selbstmord ihrer Mutter zu deren Freunden in die Toskana. In ihrem Tagebuch hinterließ sie Andeutungen darüber, dass der Vater ihrer Tochter nicht derjenige ist, mit dem sie aufwuchs, sondern dass Lucy einer einmaligen Liebesnacht entstammt, welche die Mutter vor zwanzig Jahren mit einem Mann auf demselben Landsitz von Diana ( Sinéad Cusack ) und Ian ( Donal McCann ) verbrachte, wo Lucy nun inmitten einer intellektuellen kleinen Gemeinschaft zu Gast i...
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