Aus dem Nichts
Fatih Akins Werksbiografie ist auch deshalb so interessant, weil man nie weiß, was als Nächstes kommt. Ob er von italienischen Gastarbeitern („Solino“) , mehr oder weniger schwierigen Liebesgeschichten („Gegen die Wand“, „Im Juli“) , schockierenden Kiezschicksalen („Der goldene Handschuh“) oder historischen Kriegsverbrechen („The Cut“) erzählt, Akin versteht es, sein Publikum mitzureißen, weil er selbst von dem Thema gefesselt ist. Das bekommt man bei seinem 2017 inszenierten Thriller-Drama „Aus dem Nichts“ besonders deutlich zu spüren, setzt sich der Filmemacher doch mit den Morden auseinander, die die rechtsextreme Terrorzelle NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) zwischen 2000 und 2006 in verschiedenen deutschen Großstädten aus rassistischen Motiven verübt hat und bei deren Aufklärung sich die deutschen Ermittlungsbehörden nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Inhalt: Nachdem er seine Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt hat, ist der türkischstämmige agnostische Kurd...



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