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Der Fremde

François Ozon darf als produktivster wie vielseitigster Filmemacher des europäischen Arthouse-Kinos gelten. Wenn er wie so gut wie jedes Jahr einen neuen Film herausbringt, darf man gespannt sein, welches oder welche Genres er damit bedient, welche filmischen Ausdrucksmöglichkeiten er verwendet. Nach der der Krimikomödie „Mein fabelhaftes Verbrechen“ (2023) und dem Drama „Wenn der Herbst naht“ (2024) über zwei alte Freundinnen, die ihre Vergangenheit aufarbeiten, folgte 2025 mit der Verfilmung von Albert Camus‘ „Der Fremde“ , einem Klassiker des Existentialismus, eine weitaus ambitioniertere Arbeit. Inhalt: Algier in den dreißiger Jahren. Der 30-jährige Meursault ( Benjamin Voisin ) verbringt sein Leben mit einem unaufgeregten Bürojob, Besuchen in seinem Stammlokal und Entspannung am Meer. Als er durch ein Telegramm vom Tod seiner Mutter erfährt, geht er zur Totenwache, wirkt aber völlig ungerührt, während die Freunde und Freundinnen seiner Mutter aus dem Altersheim Rotz und Wa...

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