Smoke

Woody Allen hat seine Liebe zu seiner Heimatstadt New York immer wieder in seinen Filmen thematisiert ("Manhattan", "Der Stadtneurotiker", "Bullets Over Broadway"), manchmal haben verschiedene Filmemacher New York in Anthologien wie "New Yorker Geschichten" oder "New York - I Love You" gefeiert. Ihren ganz eigenen Ansatz haben der New Yorker Schriftsteller Paul Auster ("Mond über Manhattan") und Regisseur Wayne Wang ("Überall, nur nicht hier") mit ihrem gemeinsamen Projekt "Smoke" gewählt. 
Für viele stellt Auggies (Harvey Keitel) Tabakeckladen in Brooklyn zwar nicht den Lebensmittelpunkt dar, aber er ist weit mehr als nur ein Geschäft, in dem man kurz seine Zigaretten kauft. Selten sind die Hocker in dem kleinen Laden unbesetzt. Viel mehr treffen hier ganz verschiedene Typen unterschiedlichster biografischer Hintergründe und Hautfarben zusammen um Geschichten über ihren Alltag und ihre Probleme auszutauschen. Da ist Auggies alter Freund Paul Benjamin (William Hurt), der nach dem Tod seiner Frau als Schriftsteller nicht mehr so viel zustande bringt. Er philosophiert über das Gewicht von Rauch und wird anschließend fast überfahren, wird aber zum Glück von einem schwarzen Jungen, der sich Raschi nennt (Harold Perrineau), in letzter Sekunde gerettet. Als Dank lässt Paul den mittellosen Jungen bei sich übernachten, bis dessen Tante auftaucht und Paul von Thomas' - so sein richtiger Name - Problemen berichtet. Schließlich machen sich Auggie und Paul ebenfalls auf den Weg, Thomas' Vater, den gehandicapten Automechaniker Cyrus (Forest Whitaker) zu suchen, den der Junge seit 18 Jahren nicht mehr gesehen hat.
Mit "Smoke" ist Wang und Auster ein echtes Kleinod gelungen, eine fast kammerspielartige Hommage an New York und insbesondere Brooklyn, an das Leben und die Menschen, die hier leben. Der Tabakladen und die allgegenwärtigen Zigaretten dienen allerdings nur als Bindeglied zwischen den nachdenklichen, ironischen, philosophischen und amüsanten Geschichten. Harvey Keitel ("Bad Lieutenant") und William Hurt ("A History Of Violence") fühlen sich spürbar wohl in ihren teils improvisierten Rollen und füllen "Smoke" mit echtem Leben. "Smoke" in der IMDb

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