Mission: Impossible - Dead Reckoning
Seit Regie-Veteran Brian De Palma („Carrie“, „Blow
Out“) 1996 die erfolgreiche Fernsehserie „Kobra, übernehmen Sie“
(1966–1973) im Spielfilmformat mit Hollywood-Superstar Tom Cruise unter
dem Titel „Mission: Impossible“ auf die große Leinwand brachte, ist aus
dem Action-Blockbuster eines der erfolgreichsten Franchises überhaupt und hat
über die Jahre – gerade unter der Regie von Christopher McQuarrie –
erstaunlicherweise keine Abnutzungserscheinungen zu beklagen. Das merkt man
auch dem bereits siebten Teil „Dead Reckoning“ (2023) an - Teil 1 des
geplanten Abschlusses der Filmreihe, dessen 2. Teil 2025 mit „Final
Reckoning“ folgte.
Inhalt:
Die Russen haben eine von einer KI gesteuerte Tarnkappentechnik
entwickelt, die ihnen eine Vormachtstellung bei dem weltweiten Wettrüsten
ermöglicht. Doch so unsichtbar, wie sich das in der Beringsee befindliche
russische U-Boot „Sewastopol“ wähnt, ist es nicht, denn als ein
offensichtliches US-amerikanisches U-Boot plötzlich auf dem Sonar erscheint und
sogar ein Torpedo auf die „Sewastopol“ abfeuert, wird das russische U-Boot
durch einen eigenen Torpedo zerstört, die Leichen der kompletten Besatzung an
die Oberfläche des Eismeeres getrieben.
In Amsterdam erhält der IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise)
vom CIA-Direktor Eugene Kittridge (Henry Czerny) den geheimen Auftrag,
die abtrünnige MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) in der
Arabischen Wüste ausfindig zu machen. In ihrem Besitz befindet sich laut
Kittridge die eine Hälfte eines mysteriösen Schlüssels, den Ethan sicherstellen
und der CIA übergeben soll. Da der Nachrichtendienst-Direktor zeitgleich auch
ein hohes Kopfgeld auf die Flüchtige ausgesetzt hat, bekommt es Ethan auf
seiner Mission mit weiteren Söldnern zu tun. Während eines aufziehenden
Sandsturms können Ethan und Ilsa die Kopfgeldjäger ausschalten. Ethan bringt
die Schlüsselhälfte in seinen Besitz und täuscht den Tod von Ilsa vor, um sie
aus dem Schussfeld der Nachrichtendienste zu nehmen.
Bei der geplanten Übergabe mit Kittridge erfährt Ethan, dass
der Schlüssel zu einer neuen weltweiten Bedrohung gehört: Die „Entität“ ist
eine sich selbst weiterentwickelnde künstliche Intelligenz mit unbekannten
Zielen, die ein Bewusstsein entwickelt hat und sich in die Sicherheitssysteme
sämtlicher Geheimdienste der Welt hacken konnte. Mithilfe des Schlüssels könnte
die Entität vernichtet werden, doch Kittridge möchte sie, ebenso wie die
Geheimdienste anderer Staaten, stattdessen unter seine Kontrolle bringen und
mit ihrer Hilfe zukünftig die Ziele der Vereinigten Staaten durchsetzen.
Ethan möchte den Schlüssel und damit den Zugang zu dieser
mächtigen „Entität“ aber in den Händen keiner Regierung wissen und macht sich
mit seinen Mitstreitern Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving
Rhames) auf die Suche nach der anderen Schlüsselhälfte und will am
Flughafen Abu Dhabi einen potenziellen Käufer des Schlüssels ködern. Die
Operation wird allerdings durch die beiden Agenten Jasper Briggs (Shea
Whigham) und Theo Degas (Greg Tarzan Davis) erschwert, die
Kitteridge auf Ethan angesetzt hat, um ihn festzunehmen und an die USA
auszuliefern.
Auf dem Flughafengelände kommt der IMF-Agent in Kontakt mit
der britischen Diebin Grace (Hayley Atwell), die von einer unbekannten
Quelle auf Ethans Schlüsselhälfte angesetzt wurde. Um den vermeintlichen Käufer
zu überwältigen, gehen beide eine Zweckgemeinschaft ein, doch als sie den Käufer
ermordet auffinden, nutzt Grace eine Unaufmerksamkeit von Ethan, um den
Schlüssel an sich zu nehmen und in einem Flugzeug nach Rom zu fliehen. Nachdem Ethan
die in Rom festgesetzte Grace befreien konnte, trifft er anschließend in
Venedig nicht nur auf die bereits bekannte Waffenhändlerin The White Widow
(Vanessa Kirby), sondern auch auf Gabriel (Esai Morales), der
sich als williger Handlanger der KI erweist und mit dem Ethan noch eine
Rechnung offen hat…
Kritik:
Seit Christopher McQuarrie 2015 mit dem fünften „M:I“-Film
„Rogue Nation“ die Regie der Filmreihe übernommen hat, weiß er um die
Qualitäten, auf die es für das Publikum ankommt, und das ist vor allem atemberaubende
Action mit Hauptdarsteller Tom Cruise, gern vor exotischen Kulissen und
mit einem raffinierten Plot. Mit all diesen Zutaten weiß auch Teil 7 – „Dead
Reckoning“ – zu überzeugen. Dass sich die Story auf zwei überlange Filme –
der erste Teil weist bereits eine Spiellänge von 2:45 Stunden auf – erstreckt, weist
schon darauf hin, dass hier nicht einfach nur Action-Sequenzen
aneinandergereiht werden, sondern. Tatsächlich haben sich McQuarrie und
sein Co-Autor Erik Jendresen („Band of Brothers“, „The Big Bang“)
mit einem Worst-Case-Szenario zum Einsatz von KI in der Kriegsführung einer
sehr aktuellen Thematik angenommen, die die Grundlage für eine faszinierende
Hatz von Amsterdam nach Venedig bis nach Rom und weiter mit dem Orient-Express Richtung
Innsbruck bildet, wobei rasante Autoverfolgungsjagden in Rom und vor allem der
Showdown im Orient-Express den Adrenalin-Spiegel immer hochhalten. Natürlich kommt
bei so viel halsbrecherischer Action auch CGI zum Einsatz, doch „Dead
Reckoning“ wirkt erstaunlich handgemacht, auch wenn die Action-Szenen immer
wieder einen Hang zur Übertreibung aufweisen. Das Ensemble wirkt erfrischend
spielfreudig, wobei gerade Neuzugang Hayley Atwell („Die Herzogin“,
„Captain America: The First Avenger“) als Ethan Hunts ständige,
diebische Begleiterin den stärksten Eindruck hinterlässt. Trotz der fast
epischen Länge weist das siebte „M:I“-Abenteuer keine Längen auf, wozu der
spannend inszenierte Plot und die tollen Kulissen fraglos ihren gewichtigen
Beitrag leisten. Auf die Fortsetzung und damit den Abschluss der Filmreihe mit „Final
Reckoning“ durfte man also gespannt sein.
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