Der Rosen-Krieg

Danny DeVito hatte seine ersten größeren Rollen in Filmen wie „Zeit der Zärtlichkeit“ (1983), „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ (1984) und „Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone“ (1986) absolviert, da trieb es ihn auch schon hinter die Kamera. Nach einigen Kurzfilmen und Fernseharbeiten inszenierte er 1987 die Komödie „Schmeiß‘ die Mama aus dem Zug“, in der er neben Billy Crystal auch gleich selbst eine Hauptrolle spielte. Zwei Jahre später ließ der kleine Mann mit dem dicken Bauch die sehr schwarze Ehekomödie „Der Rosen-Krieg“ mit Kathleen Turner und Michael Douglas folgen.

Inhalt:

Einst waren der erfolgreiche Anwalt Oliver Rose (Michael Douglas) und seine schöne Gattin Barbara (Kathleen Turner) das ultimative Traumpaar. Doch nach 17 Jahren Ehe entdeckt die aus einfachen Verhältnissen stammende Barbara, dass es mehr gibt als nur Heim, Herd und Kinder. Sie will die Scheidung und das Haus, das sie einst für sich und Oliver gefunden, ihr Mann aber natürlich bezahlt hatte. Oliver versteht die Welt nicht mehr, und Barbara kann ihm auch keinen nachvollziehbaren Grund für die Scheidung nennen! Auf jeden Fall will er nicht klein beigeben und besteht ebenfalls auf dem Haus. Nachdem sein Anwalt Gavin D’Amato (Danny DeVito) ihn darauf aufmerksam gemacht hat, dass er nach wie vor das Recht hat, mit seiner Frau gemeinsam das Haus zu bewohnen, fliegen auf einmal die Fetzen, wobei auch vor den jeweils geliebten Haustieren, diversen Antiquitäten und Olivers Oldtimer nicht Halt gemacht wird…

Kritik:

Danny DeVito ging bei „Der Rosen-Krieg“ auf Nummer sicher. Er blieb nicht nur dem Komödienfach treu, in dem er bislang seine größten Erfolge feierte, sondern engagierte Michael Douglas und Kathleen Turner zwei ihm sehr vertraute Kollegen, hatte er doch einige Jahre zuvor mit ihnen in der Abenteuerkomödie „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ (1984) sowie der Fortsetzung „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ (1985) vor der Kamera gestanden. Das Konzept geht auch in seinem zweiten Kinofilm als Regisseur voll auf. DeVito gehört als Erzähler, der einem potenziellen Mandanten die Folgen einer beabsichtigten Scheidung vorführen will, die erste Szene. Indem er das Kennenlernen und die ersten glücklichen Jahre in der Beziehung von Oliver und Barbara rekapituliert, übt er den großen Rundumschlag, macht in einzelnen Episoden aber auch schon deutlich, wie es zu den ersten Konflikten kommt, als Oliver immer erfolgreicher wird und das Haus so perfekt eingerichtet ist, dass es für Barbara als Hausfrau nichts mehr zu tun gibt. Wie die Ehe zunehmend eskaliert, ohne dass einer der beiden klein beigibt, erzählt DeVito ebenso gemächlich wie überzeugend. „Der Rosen-Krieg“ mag so als Mahnmal für potenzielle Ehepaare gelten, auf jeden Fall lässt sich hier wunderbar nachvollziehen, was aus einem sprichwörtlichen Ehekrieg werden kann, wenn niemand dem anderen auch nur das Schwarze unter dem Fingernagel gönnt. Kathleen Turner („Body Heat“, „Die Ehre der Prizzis“) und Michael Douglas („Falling Down“, „Wall Street“) sind jedenfalls als Messer wetzende Noch-Eheleute eine Wucht!

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