Anklage: Mord - Im Namen der Wahrheit

Seit ihrem Durchbruch in Michael Bays Kriegsmelodram „Pearl Harbor“ (2001) hat sich die englische Schauspielerin Kate Beckinsale vor allem in dem erfolgreichen Fantasy-Horror-Franchise „Underworld“ einen Namen gemacht, doch in den letzten Jahren ist es recht ruhig um die eigentlich vielseitig agierende Aktrice geworden. In „Anklage: Mord – Im Namen der Wahrheit“ kämpft sie als engagierte Anwältin gleich an mehreren Fronten.
Cate McCall (Kate Beckinsale) hat schon bessere Tage gesehen. Die einst hoffnungsvolle Anwältin hat irgendwann zu oft zu tief ins Glas geschaut und über ihren Alkoholproblemen das Sorgerecht für ihre jetzt fünfjährige Tochter verloren. Nach einer erfolgreich absolvierten Therapie versucht Cate nun, wieder erfolgreich als Anwältin arbeiten zu können und das geteilte Sorgerecht zurückzugewinnen. Da kommt ihr der Fall der wegen Mord angeklagten Lacey (Anna Schafer) gerade recht. Vor dem ehrenwerten Richter Sumpter (James Cromwell), bei dem Cate einst ihr Examen gemacht hatte, und mit den väterlichen Ratschlägen ihres Mentors Bridges (Nick Nolte) setzt Cate alles daran, der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler und Unterschlagung von Beweisen nachzuweisen. Tatsächlich kann sie eine Freilassung ihrer Mandantin erwirken, doch während der Ermittlungen zu ihrem nächsten Fall kommen Cate Zweifel an Laceys Unschuld …
Wie bei ihren vorangegangen Regiewerken „Blue Car“ (2002) und „The Dead Girl“ (2006) hat die amerikanische (Fernseh-)Schauspielerin Karen Moncrieff auch zu dem Justiz-Thriller „Anklage: Mord – Im Namen der Wahrheit“ auch das Drehbuch verfasst. Allerdings kann auch der bis in die Nebenrollen stark besetzte Cast nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier nur allzu vertrautes Terrain beackert wird, ohne neue Akzente zu setzen. Zwar wird die vorhersehbare und recht eindimensionale Geschichte durch die privaten Querelen der Protagonistin mit etwas Tiefe ausgestattet, doch fällt leider auch die Inszenierung etwas hölzern aus. Kate Beckinsale („Weil es dich gibt“, „Total Recall“) müht sich redlich in der problematisch behafteten Mutter/Anwältin-Konstellation, aber vor allem die Oscar-nominierten Routiniers Nick Nolte („Warriors“, „Herr der Gezeiten“) und James Cromwell („Schnee, der auf Zedern fällt“, „The Green Mile“) verleihen dem Film einige Schauwerte.
"Anklage Mord: Im Namen der Wahrheit" in der IMDb

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