Landman - Staffel 2

Was Taylor Sheridan bei Paramount+ auch anfasst, wird es beim Streaming-Anbieter zu Gold, sei es der Straßenfeger „Yellowstone“ mit seinen diversen Prequels und Spin-Offs („1883“, „1923“, „Marshals“), seien es Erfolgsserien wie „Lioness“, „Mayor of Kingstown“ oder „Tulsa King“. Auf Erfolgskurs befindet sich auch Sheridans im Ölgeschäft angesiedelte, hochkarätig mit Billy Bob Thornton, Demi Moore und Andy Garcia besetzte Schöpfung „Landman“, die jetzt in die zweite Runde gegangen ist.

Inhalt:

Nach dem Tod des M-Tex-Oil-Präsidenten Monty Miller liegt es nun an dessen Witwe Cami (Demi Moore) das Chaos zu bereinigen, das der risikofreudige, nicht immer legal agierende Spekulant ihr hinterlassen hat. Sie setzt den ehemaligen Landman ihres verstorbenen Mannes, Tommy Norris (Billy Bob Thornton), als Präsidenten ein und hofft darauf, das mit etlichen Verbindlichkeiten belastete Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen. Dafür gewinnt sie den windigen Unternehmer Gallino (Andy Garcia) als Finanzier, der auch noch einen Vertrag mit Tommys naiven, aber mit einem guten Gespür für Ölquellen ausgestatteten Sohn Cooper (Jacob Lofland) in die Wege geleitet hat, worüber Tommy alles andere als begeistert ist. Die Risikofreude, die Cami und Gallino an den Tag legen, will Tommy nicht teilen. Dafür haben seine Anwälte Nathan (Colm Feore) und Rebecca Falcone (Kayla Wallace) alle Hände voll zu tun, Klagen gegen M-Tex Oil abzuwehren. Auch privat geht es in der Norris-Familie hoch her. Tommy nimmt seinen Vater T.L. (Sam Elliott) bei sich auf, nachdem dessen Frau gestorben ist und er im Seniorenheim vor die Hunde zu gehen drohte. Tommys Ex-Frau Angela (Ali Larter), mit der er wieder verlobt ist, muntert mit Tochter Ainsley (Michelle Randolph) die Bewohner eines Seniorenheims auf, bevor Ainsley für eine Woche auf ein College für ein Cheerleader-Programm geht, womit Angela überhaupt nicht klarkommt. Cooper lässt sich auf eine Beziehung mit der jungen alleinerziehenden Witwe Ariana (Paulina Chávez) ein, die sich ihren Lebensunterhalt in einer Bar verdient – bis sie von einem der aufdringlichen Kunden auf dem Parkplatz brutal überfallen wird…

Kritik:

War Tommy in der ersten Staffel noch damit beschäftigt, sich um Eigentumsverhältnisse von Land und Mineralrechten sowie um Pachtverträge mit Landbesitzern bzw. Rechteinhabern zu kümmern und Probleme bei der Förderung schnellstmöglich zu lösen, hat er in der zweiten Staffel als Präsident eines intransparenten Ölkonzerns weitaus mehr Verantwortung zu tragen und selbst mit Milliardenumsätzen zu jonglieren. Die zweite Staffel von „Landman“ bleibt sich bei der Devise treu, die Mechanismen des Ölgeschäfts realitätsnah darzustellen, die verschiedenen Parteien und Interessen miteinander ringen zu lassen sowie Risiko und Ertrag gegeneinander abzuwägen. Dazu gewinnen private Beziehungen an Bedeutung. Während sich die Beziehung zwischen Tommy und seiner Ex-Frau wieder in Richtung Ehe bewegt, kommen sich nicht nur Tommy und sein gebrechlicher, melancholischer Vater näher, auch Cooper und Ariana vertiefen ihre Beziehung. Selbst die knallharte Anwältin Rebecca lässt sich auf eine Affäre mit einem Vokuhila tragenden Geologen ein. Die zweite Staffel von „Landman“ tut gut daran, das raue, risikoreiche und brutale Ölgeschäft mit vermehrt persönlicheren Elementen zu bereichern. Taylor Sheridons klugen Drehbücher, der dreckige Look und das starke Ensemble machen „Landman“ weiterhin zu einem Serien-Highlight. Die dritte Staffel ist bereits bestätigt. 

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