Was gibt’s Neues, Pussy?

Die großen Stars in Clive Donners Slapstick-Komödie „Was gibt’s Neues, Pussy?“ (1965) sind eigentlich Peter Sellers, Romy Schneider und Peter O’Toole, doch bemerkenswert ist die Persiflage auf die erotischen Verquickungen zwischen Mann und Frau vor allem durch die Tatsache, dass Stand-Up-Comedian Woody Allen hier nicht nur sein Drehbuchdebüt feiert, sondern auch gleichzeitig seinen ersten Filmauftritt als tollpatschiger Versager. 

Inhalt:

Als Redakteur einer Modezeitschrift kommt Weiberheld Michael James (Peter O’Toole) im Paris der 1960er Jahre tagtäglich mit den schönsten Frauen in Berührung, was es ihm enorm erschwert, die Heiratsavancen seiner neuen Liebschaft Carole (Romy Schneider) zu erwidern. Also sucht er den exzentrischen Psychologen Dr. Nikita Popowitsch (Peter Sellers) auf, der sich aber als ungeeignet erweist, da er selbst eine seiner Patientinnen (Capucine) verführen will, die sich wiederum in Michael verliebt.
Zudem möchte Michaels Geliebte dessen Ehetauglichkeit prüfen; sie will ihn mit einem Verhältnis mit dessen bestem Freund, dem zerstreuten Professor Shakapopulis (Woody Allen), eifersüchtig machen, was allerdings fehlschlägt. Als alle Beteiligten dieser Verwicklungsgeschichte spontan für ein Wochenende in dem romantischen Hotel Chateau Chantelle vor den Toren von Paris zusammenkommen, kommt es zu Turbulenzen, an denen die Fallschirmspringerin Rita (Ursula Andress) nicht ganz unschuldig ist…

Kritik:

Mit „Was gibt’s Neues, Pussy?“ hat Woody Allen ein turbulentes Beziehungskarussell geschrieben, in der er selbst als zerstreuter Professor, der sich in seinem Job, in einem Nachtclub den auftretenden Mädchen beim Ankleiden zu helfen, nicht besonders geschickt anstellt, bereits eine Rolle verkörpert, die auf seine spätere Schauspielkarriere hinweist. Im Mittelpunkt des erotischen Reigens stehen auf der männlichen Seite ein ausgesuchter Weiberheld, der gern treu sein würde, seinen Jagdinstinkt allerdings nicht unter Kontrolle bekommt, sowie verkappte Lustmolche, denen es am entsprechenden Aussehen und Charme fehlt, um die Objekte ihrer Begierde ins Bett zu kriegen; auf der weiblichen Seite vor allem neurotische Schönheiten, die schlechte Gedichte schreiben, zu viel Medikamente einwerfen oder unersättliche Nymphomanen sind. Vor allem der Score von Burt Bacharach und der von Tom Jones gesungene Titelsong vermitteln die Stimmung der Swinging Sixties mit ihrem lockeren Verhältnis zur körperlichen Liebe, doch darüber hinaus wirkt die Komödie überwiegend albern und eintönig, mehr auf Action als auf Sinnhaftigkeit bedacht. Die Talente der Darsteller – darunter auch Vanessa Redgrave, Katrin Schaake und Paula Prentiss – verpuffen hier ungenutzt.

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