Dracula (1979)

Graf Dracula (Frank Langella) macht sich mit seinem Hab und Gut mit einem Schiff auf den Weg von seiner transsylvanischen Heimat auf nach England, wo er über den Rechtsanwalt Jonathan Harker (Trevor Eve) ein altes Schloss gekauft hat. Doch ein fürchterlicher Sturm und grausame andere Kräfte lassen das Schiff an der Küste Englands zerschellen, die Mannschaft weist unerklärliche Wunden auf. Wie durch ein Wunder hat allerdings Graf Dracula als Einziger überlebt. 
Als er vom Psychiater Dr. Seward (Donald Pleasence) zum Dinner eingeladen wird, sind auch Jonathan Harker, seine Verlobte Lucy (Kate Nelligan) und deren Freundin Mina (Jan Francis) anwesend. Dem distinguierten Charme des blendend aussehenden Grafen können die Damen nicht lange widerstehen. Unter mysteriösen Umständen stirbt die plötzlich geschwächte Mina. Ihr auch in okkulten Dingen bewanderte Vater Prof. Abraham Van Helsing (Laurence Olivier) reist aus Paris an, um ihrem mysteriösen Tod auf den Grund zu gehen. Bald ist auch Lucy dem geheimnisvollen Grafen verfallen. Bis die beiden Gelehrten herausfinden, welche Macht ihre geliebten Töchter verhext hat, ist es auch um Lucy fast geschehen ... 
Nachdem die britischen Hammer-Studios den „Dracula“-Mythos in etlichen Filmen mit Christopher Lee als Graf Dracula verfilmt hatten, wagte sich John Badham 1979 an einer Hollywood-reifen Adaption des Grusel-Klassikers von Bram Stoker. 
Badham verwendete als Grundlage für seinen Film das bekannte Theaterstück von Hamilton Deane und John L. Balderston und besetzte die Hauptrolle mit Frank Langella, der diese Figur bereits auf dem Broadway spielte. Er verleiht dem blutdürstigen Grafen eine sinnliche Präsenz, die von den bisherigen Dracula-Darstellern so noch rüberkam. 
Was Badhams „Dracula“-Version so sehenswert macht, ist aber nicht allein die sinnliche Betonung seiner Inszenierung, sondern der für seine Zeit äußerst ungewöhnliche erdig-dunkle Farbton seiner Bilder, die nur gelegentlich von grellroten Elementen - beispielsweise in der originellen Liebesszene zwischen Lucy und Dracula - durchbrochen wird. Dazu überzeugen die aufwändigen Kulissen und auch John Williams' eindringliche Kompositionen - diese wurde auch von Wojciech Kilar zu Francis Ford Coppolas „Dracula“-Verfilmung von 1992 aufgegriffen.  

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