Mit seinen Frühwerken
„Stormy Monday“, „Internal Affairs
– Trau‘ ihm, er ist ein Cop“ und dem Oscar-prämierten Drama
„Leaving Las
Vegas“ (1995) stand dem britischen Filmemacher
Mike Figgis eigentlich
eine glänzende Zukunft im Filmgeschäft bevor, doch an diese Erfolge konnte der
ehemalige Rockmusiker dann leider nicht mehr anknüpfen. Den Sargnagel zu seiner
einst vielversprechenden Karriere lieferte er mit dem konventionellen Thriller
„Cold
Creek Manor“ (2003).
Inhalt:
Als Dokumentarfilmer Cooper Tilson (Dennis Quaid)
seine beiden Kinder verspätet zur Schule bringen will, wird sein Sohn auf der belebten
Straße in New York angefahren. Zum Glück ist der Junge mit einem Schrecken
davongekommen. Doch für Cooper und seine in der Wirtschaft erfolgreiche Frau
Leah (Sharon Stone) ist der Vorfall Warnung genug, der Großstadt zu
entfliehen und ihr Glück auf dem Land zu suchen. Nach zahlreichen
Besichtigungen werden sie auf ein heruntergekommenes, aber großzügiges Anwesen
namens Cold Creek Manor aufmerksam, das sie zu einem Spottpreis erwerben. Allerdings
tun sie sich mit den Nachbarn schwer und bekommen unerbetenen Besuch von Dale
Massie (Stephen Dorff), dem gerade aus dem Knast entlassenen Vorbesitzer
des Hauses. Auf der Suche nach einem neuen Job bittet er die Tilsons, ihn für
die notwendige Renovierung des Hauses anzustellen. Zwar sind Cooper und Leah
zunächst skeptisch, lassen Dale aber gewähren und freuen sich wenig später,
dass die Kinder wenig später im Pool planschen können. Doch dann trübt eine im
Wasser treibende Schlange das Badevergnügen, wenig später ist das ganze Haus
voller Schlangen. Cooper ahnt bereits, worauf die Sache hinauslaufen soll, und
entlässt Dale von seinen Aufgaben. Damit ist der Zorn des temperamentvollen
Ex-Knackis aber erst recht entfacht…
Kritik:
Auch wenn die Geschichten in seinen früheren Filmen nicht
immer besonders originell waren, retteten in der Regel ihre starke
Bildgestaltung und Musikuntermalung die Atmosphäre und damit das Gesamtwerk.
Von Figgis‘ persönlicher Handschrift ist in „Cold Creek Manor“
leider nichts mehr zu spüren. Drehbuchautor Richard Jefferies ist schon mit
seinen früheren Vorlagen für Horror-Schund wie „Das Monster aus der Tiefe“
und „Paratrooper“ nicht durch seine Originalität aufgefallen. Was jemand
dazu veranlasst haben sollte, sein flaches Skript zu „Cold Creek Manor“
zu verfilmen, bleibt rätselhaft, denn die Story ist ebenso konventionell wie
vorhersehbar. Da nutzt es auch nichts, mit Dennis Quaid („Die Reise
ins Ich“, „The Day After Tomorrow“) und Sharon Stone („Basic
Instinct“, „Casino“) zwei Hollywood-Stars verpflichtet zu haben, denn beide
können ihren schematisierten Figuren einen Hauch von Persönlichkeit verleihen.
Da hat Stephen Dorff („Blade“, „Krieg der Götter“) als skrupelloser
Fiesling schon mehr Möglichkeiten. Den besten Eindruck hinterlassen dagegen Christopher
Plummer in der Nebenrolle als Dales pflegebedürftiger Vater und die junge Kristen
Stewart („Panic Room“, „Twilight – Biss zum Morgengrauen“) als misstrauische
Tochter, die mit ausdrucksstarker Mimik zu überzeugen vermag. Alles andere ist
eher solides Handwerk ohne besondere Spannungsmomente.
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