Fear Itself - Der Kannibale

Die junge Polizistin Bannerman (Elisabeth Moss) macht sich in ihrer Probezeit bislang recht gut, wird von ihren männlichen Kollegen aber noch ständig aufgezogen. Bevor sie mit zwei von ihnen die Nachtschicht im Revier übernehmen soll, wird ein beängstigend großer Mann (Stephen R. Hart) in eine Zelle gesperrt. Sergeant Williams (Russell Hornsby) setzt seine Leute während der Dienstbesprechung davon in Kenntnis, dass der Gefangene in 32 Fällen des Kannibalismus angeklagt ist. 
Als sich Bannerman mit der Akte vertraut macht, erfährt sie, dass der Mann ein Cajun ist, der 
offensichtlich Voodoo-Rituale anwendet, um durch den Genuss von Menschenfleisch seine eigenen Kräfte zu stärken. Während die Nacht voranschreitet, benehmen sich Bannermans Kollegen immer merkwürdiger. Als sie Hilfe suchen will, muss sie feststellen, dass das Revier von außen verschlossen wurde und sie sich allein dem Kannibalen stellen muss. 
Horror-Veteran Stuart Gordon („Re-Animator“, „Castle Freak“), der bereits für Mick Garris' „Masters Of Horror“-Reihe den Beitrag „Dreams In The Witch House“ inszenierte, schuf auch für dessen Nachfolgeprojekt „Fear Itself“ einen Beitrag, der dem Anspruch der Serie etwas gerechter wird als die bisherigen 40-Minüter. Das Setting erinnert etwas an John Carpenters „Assault on Precinct 13 - Anschlag bei Nacht“ - nur dass das Polizeirevier hier nicht von außen, sondern von innen bedroht wird. Stuart Gordon gelingt es, diese Bedrohung in Gestalt des riesigen Kannibalen mit den langen, fettigen Haaren, der grummelnden Stimme und den verfaulten Zähnen ebenso überzeugend darzustellen wie die Angst der jungen, aber mutigen Polizistin. Die klaustrophobische Atmosphäre und der akzeptable Schluss machen „Der Kannibale“ zu einem Highlight der 13-teiligen „Fear Itself“-Reihe. 

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