The Tournament

Um schwerreichen Milliardären aus der ganzen Welt abwechslungsreiche Unterhaltung zu bieten, veranstaltet der skrupellose Geschäftsmann Powers (Liam Cunningham) alle sieben Jahre ein außergewöhnliches Event, bei dem die dreißig besten Auftragskiller gegeneinander antreten. Die Wetten auf die Killer fallen unterschiedlich aus, doch nur, wer am Ende als Einziger überlebt, kann mit einem fetten Gewinn fortan ein sorgenfreies Leben genießen. 
Doch dieses Mal gewinnt die Sache zusätzlich an Pep, weil das Zeitlimit auf 24 Stunden begrenzt wird. Den Killern werden nicht nur Peilsender implantiert, mit denen der elitäre Wettclub seine Schützlinge verfolgen und sich die Killer einander orten können, sondern sie enthalten auch kleine Sprengsätze, die nach 24 Stunden explodieren. Da in England die meisten Überwachungskameras installiert sind, findet der Wettbewerb erstmals in Middlesbrough statt, wo die Killer jederzeit im Blickfeld der exklusiven Clubmitglieder sind. Besondere Brisanz erfährt der Wettbewerb in diesem Jahr durch die Teilnahme des Titelverteidigers Joshua Harlow (Ving Rhames). Sein Motiv ist allerdings nicht das viele Geld, sondern Rache für den heimtückischen Mord an seiner schwangeren Frau. Doch seine Gegner haben es in sich. So warten der schießwütige Texaner Miles Slater (Ian Somerhalder), die chinesische Top-Killerin Lai Lai Zhen (Kelly Hu), der flinke Franzose Anton Bogart (Sebastien Foucan) und der bullige Russe Yuri Petrov (Scott Adkins) nur darauf, den Champ vom Thron zu stoßen. Als es aber einem der Killer gelingt, das Implantat zu entfernen und es dem versoffenen Priester Macavoy (Robert Carlyle) unterzujubeln, findet sich dieser unversehens auch mitten im Geschehen - zum Glück unter dem Schutz der mitfühlenden Lai Lai Zhen, die den Pater immer wieder vor dem Tod rettet. Doch die Uhr tickt unerbittlich, und am Ende darf nur einer als Sieger übrigbleiben. 
Ähnlich wie in „The Condemned“, wo elf Schwerverbrecher auf einer Insel gegeneinander antraten und das Spektakel für zahlende Zuschauer im Internet übertragen wurde, hat auch Scott Mann in seinem Spielfilmdebüt ein ähnliches Setting aufgebaut. Allerdings geht es in „The Tournament“ weitaus blutiger und trashiger zu. Zeit zum Nachdenken bleibt da kaum. Nur als der Pater krampfhaft versucht, sein Implantat auszukacken und seine Gefährtin auf dem Klo nebenan versucht, ihn abzulenken, oder wenn Joshua sich vorwurfsvoll an den Tod seiner Frau erinnert, werden die Motive reflektiert, die die Killer antreiben. Ansonsten wird geschossen, getreten und gekämpft, was das Zeug hält. 
Scott Mann hat dieses wüste Treiben nicht wirklich spektakulär, aber doch unterhaltsam inszeniert, wobei die Darsteller sichtbar Spaß an ihren Rollen hatten. Allein der vorhersehbare Schluss, die oft nur schwer durchschaubare Logik der Handlung und die leider nur angedeutete Medienkritik schwächen die Wirkung des Action-Krachers ab. 

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