Dutton Ranch - Staffel 1

Seit dem bombastischen Erfolg seiner von Hollywood-Star Kevin Costner angeführten Neo-Western-Serie „Yellowstone“ kommt Showrunner Taylor Sheridan kaum noch hinterher, was die Produktion von Prequels und Spin-offs angeht. Nach „1883“ und „1923“ und dem Finale der fünften und letzten Staffel erlebten die „Yellowstone“-Fans zunächst bei „Marshals“, wie der jüngste Dutton-Spross Kayce als US Marshal gegen das Verbrechen in Montana kämpft. Doch weitaus interessanter schien das Schicksal von Beth und Rip, die sich nach dem Verkauf der Dutton Ranch an das Indianerreservat ein neues Leben mit einer eigenen Ranch aufbauen wollen. Showrunner Chad Feehan, der für Taylor Sheridan bereits die Miniserie „Lawmen: Bass Reeves“ entwickelte, wartet in den neun Folgen der ersten Staffel von „Dutton Ranch“ mit einigen Überraschungen und einem starken Cast auf.

Inhalt:

Nach ihrer Heirat und dem Verkauf der Ranch ihres ermordeten Vaters zieht es Beth Dutton (Kelly Reilly) und Rip Wheeler (Cole Hauser) ins nahegelegene Dillon, doch ein Feuer zerstört ihre Farm und zwingt sie, nach Texas umzusiedeln, wo sie mit ihrem mittlerweile erwachsenen Ziehsohn Carter (Finn Little) eine 7000 Hektar große Ranch bewirtschaften. Doch auch hier reißen die Probleme nicht ab: Ein neu gekaufter Zuchtbulle mit falschen Papieren bringt die Maul-und-Klauen-Seuche in ihre Herde und rottet sie aus, so dass Rip und Beth bei Beulah Jackson (Annette Bening), der hartgesottenen Matriarchin der 10-Peta-Farm in Rio Palomas, anheuern müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Während Carter sich in Beulahs hübsche, aber bereits vergebene Enkelin Oreana (Natalie Alyn Lind) verliebt und eigene Wege zu gehen versucht, muss sich Beulah entscheiden, wem sie die Leitung ihrer Ranch übertragen soll, ihrem Ziehsohn Joaquín (Juan Pablo Raba), der ohnehin schon die Geschäfte führt, oder ihrem immer wieder durch übermäßigen Alkoholkonsum und Gewaltausbrüche auffallenden Sohn Rob-Will (Jai Courtney). Schließlich stoßen Rip und Beth auf Probleme, mit denen sie hier nie gerechnet haben, bei denen sich aber neben ihren Angestellten Azul an (J.R. Villarreal) und Zachariah (Marc Menchaca) auch der besonnene Tierarzt Everett McKinney (Ed Harris) als hilfreich erweisen…

Kritik:

Auch wenn die Publikumslieblinge Beth und Rip natürlich im Mittelpunkt der „Yellowstone“-Fortsetzung „Dutton Ranch“ stehen, sorgen vor allem die von den Hollywood-Stars Ed Harris („Appaloosa“, „Apollo 13“) und Annette Bening („American Beauty“, „Bugsy“) verkörperten Figuren Beulah und Everett, die junge Liebe zwischen dem schüchternen Carter und der selbstbewussten Oreana sowie der Hass zwischen den beiden Brüdern Joaquín und Rob-Will für Action, Spannung und Dramatik vor der neuen texanischen Kulisse. Showrunner Chad Feehan lässt Beth und Rip nicht viel Zeit, sich einzugewöhnen, sondern konfrontiert sie bereits in der ersten Folge mit schweren Schicksalsschlägen, die sie allerdings gewohnt souverän meistern. Es ist ein kluger Schachzug, die Duttons hier nicht als die mächtigen Oberhäupter zu präsentieren, die ihre finanzstarken, aber längst nicht so ausgebufften Gegner auf Abstand halten, sondern als Zugezogene, die sich erst mühsam ihren Platz an der Seite der mächtigen 10-Petal-Ranch erkämpfen müssen. In der abschließenden neunten Folge geht es dann auch mächtig turbulent zu und macht neugierig auf die zweite Staffel, denn ähnlich wie schon bei „Yellowstone“ sorgen die schönen Landschaftsaufnahmen, die authentisch wirkende Cowboy-Atmosphäre und die klug arrangierten Plots mit starken Figuren für beste Unterhaltung.

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