George
Cukor war vor
allem für Komödien und Literaturadaptionen wie „Die Nacht vor der Hochzeit“
(1940) und „My Fair Lady“ (1964) bekannt, wagte sich dabei auch an
andere Genres wie beim Psycho-Thriller „Das Haus der Lady Alquist“ (1944)
und dem Western „Die Dame und der Killer“. Der 1960 entstandene Film ist
nur deshalb in Cukors Werksbiografie interessant, weil er mit Anthony
Quinn und Sophia Loren zwei Superstars präsentiert, die der
unausgereiften Mischung aus Western und Komödie ihren Stempel aufdrücken.
Inhalt:
Die 1880er: Eine Theaterkompanie unter der Leitung von Tom
Healy (Anthony Quinn) macht sich auf in Richtung Westen, um auf den
größten Bühnen des Landes zu spielen. Die attraktive Angela Rossini (Sophia
Loren) ist nicht nur der Publikumsmagnet, sondern wird auch von zwei Männern
umworben: Neben dem Impresario Tom nimmt auch der Revolverheld Clint Mabry (Steve
Forrest) einige Mühen auf sich, der Truppe und seiner Herzensdame zu folgen,
denn da sich Angela gern mit den Kleidern aus dem Staub macht, die sie ohne zu
bezahlen an den Spielorten an sich nimmt, bekommt es die Truppe immer wieder aufgebrachten
Bürgern, wütenden Gläubigern und misstrauischen Sheriffs zu tun. Als Angela
beim Pokern sich selbst an Mabry verliert, ist das Chaos komplett, denn weder der
eifersüchtige Tom noch die verzweifelte Angela wollen den Killer in ihrer Nähe
haben. Der erweist sich allerdings als nützlich, als die Schauspieler von
Indianern überfallen werden…
Kritik:
Nach einem Bestseller des Westernautors Louis L’Amour
hat George Cukor mit „Die Dame und der Killer“ zumindest ein
ungewöhnliches Setting gefunden, und die Atmosphäre des Lebens bei einer
Wanderschauspieltruppe ist sehr aufwändig eingefangen worden. Allerdings weiß
sich der Film nicht so recht zu entscheiden, ob vor dieser eigenwilligen
Kulisse eher das oft mit Humor versehene Liebeswerben der beiden
unterschiedlichen Männer im Vordergrund stehen soll oder die harten Duelle und
Gefechte, in denen vor allem Mabry immer wieder verwickelt wird. Anthony Quinn
und Sophia Loren machen das Beste draus und verleihen dem Film, der oft
umgeschnitten und von Paramount eher stiefmütterlich behandelt wurde, das
gewisse Etwas, doch Sophia Loren beendete nach diesem Misserfolg ihren
Abstecher nach Hollywood und kehrte mit ihrem Produzenten-Gatten Carlo Ponti
nach Italien zurück. Cukor drehte anschließend u.a. noch „Machen wir's in
Liebe“ mit Marilyn Monroe und Yves Montand in den
Hauptrollen.
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