Seit der erfolgreichen Bestseller-Verfilmung von „Message
in a Bottle“ (1999) mit den Hollywood-Superstars Kevin Costner, Paul
Newman und Robin Wright stehen die Liebesromane von Nicholas
Sparks hoch im Kurs in Hollywood. Nach „Nur mit dir – A Walk to Remember“
(2002) und „Nights in Rodanthe“ (2002) stand 2004 mit „Wie ein
einziger Tag“ bereits die nächste Sparks-Verfilmung mit imposantem Cast an –
viele weitere wie „Das Lächeln der Sterne“, „The Last Song“ und „Safe
Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ sollten noch folgen…
Inhalt:
Der pensionierte Geschäftsmann Duke (James Garner)
hat im Seniorenheim am meisten Freude, wenn er seiner an Demenz erkrankten Mitbewohnerin
Allie (Gena Rowlands) aus seinem Notizbuch die Geschichte einer
außergewöhnlichen Liebe vorliest: Sie beginnt damit, dass der einfache, im
Sägewerk arbeitende Noah (Ryan Gosling) auf dem Rummel eines Tages die
schöne Allie (Rachel McAdams) entdeckt und sich Hals über Kopf in sie
verliebt. Auf dem Riesenrad erpresst er ihr das Versprechen zu einem Date. Dass
sich Allie dann tatsächlich auch in den jungen Mann verguckt, sieht vor allem
ihre Mutter Anne (Joan Allen) nicht gern, während ihr Vater John
Hamilton (David Thornton) die Liaison eher mit Humor betrachtet.
Noahs Vater Frank (Sam Shepard) schließt die Eroberung seines
Sohnes jedoch gleich ins Herz. Als sich Noah freiwillig für den Militärdienst
meldet und Allie in New York das College besucht, bleiben Noahs Briefe unbeantwortet,
weil Allies Mutter sie ihrer Tochter vorenthält. Allie vertröstet sich derweil
mit dem aus gutem Hause stammenden Anwalt Lon Hammond (James Marsden)…
Kritik:
Nick Cassavetes („John Q“), Sohn des berühmten
Schauspielers und Regisseurs John Cassavetes („Eine Frau unter
Einfluss“, „Gloria“) hat Nicholas Sparks‘ Roman als herrlich
romantisch-kitschiges Liebesmelodram inszeniert, das nichts dem Zufall überlässt.
Im Mittelpunkt steht die von Duke vorgetragene Liebesgeschichte zwischen Allie
und Noah, die vor allem durch die Klassenunterschiede in den 1940er Jahren problematisiert
wird, wobei der Krieg und Allies Beziehung zu dem wohlhabenden Anwalt Lon die
große Jugendliebe vor kaum zu überwindbaren Herausforderungen stellt. Derbe
Überraschungen hat das Publikum bei „Wie ein einziger Tag“ nicht zu
erwarten. Mit den wunderschönen Bildern von Kameramann Robert Fraisse („Der
Liebhaber“, „Sieben Jahre in Tibet“) und der zum Glück unaufdringlichen
Musik von Aaron Zigman („Sex and the City“, „Der Jane Austen Club“) dürfen
die beiden gut miteinander harmonierenden Jung-Darsteller Ryan Gosling („Drive“,
„The Fall Guy“) und Rachel McAdams („Spotlight“, „Red Eye“) miteinander
turteln und heftig streiten, doch die besten Szenen gehören den Altstars Gena
Rowlands und James Garner. Das übertrieben melodramatische Finale
zählt neben der Vorhersehbarkeit der Geschichte sicher zu den großen Schwächen
des Films, doch Romantik-Freude dürften ihre helle Freude an „Wie ein
einziger Tag“ haben.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen