Zatoichi's Conspiracy

Es heißt Abschiednehmen von einer der populärsten japanischen Filmreihe, dem „Zatoichi“-Franchise rund um den gleichnamigen blinden Masseur und herausragenden Schwertkämpfer, das seinen Ursprung in der 1948 veröffentlichten Kurzgeschichte „The Tale of Zatoichi“ von Kan Shimozawa hat. Zwischen 1962 und 1973 entstanden insgesamt 25 Filme mit Shintaro Katsu in der bemerkenswert gespielten Hauptrolle, und mit „Zatoichi’s Conspiracy“ schloss sich 1973 der Kreis, indem Zatoichi in sein Heimatdorf zurückkehrt. 

Inhalt: 

An einer Weggabelung lässt Zatoichi (Shintaro Katsu) eine geschickt mit einem kurzen Stöckchen aufgefangene Münze mit einem Loch in der Mitte darüber entscheiden, ob er in sein Heimatdorf Kasama gehen sollte. 
Kaum ist das Ergebnis positiv ausgefallen, begegnet Ichi auf dem Weg ins Dorf der freundlichen Omiyo (Yukiyo Toake), die von derselben Frau aufgezogen wurde wie Ichi, vor einigen Jahren aber verstorben ist. Nachdem Ichi ihr an ihrem Grab seinen Respekt gezollt hat, entschließt er sich, in der mittlerweile etwas heruntergekommenen Hütte zu übernachten, die einst ihr Zuhause gewesen ist und nun von einer Gruppe rebellischer Teenager bewohnt wird. 
Doch für nostalgische Gefühle findet Ichi kaum Zeit, denn die Ankunft des reichen Reishändlers Shinbei Hitachiya (Eiji Okada) sorgt bald für große Unruhe in dem Dorf, denn nachdem die Bauern ohnehin schon unter schmerzhaften Ernteeinbußen und verhältnismäßig hohen Steuern zu leiden haben, will Shinbei auch den örtlichen Steinbruch vereinnahmen. Ichi versucht auf seinen alten Freund aus Kindertagen besänftigend einzuwirken, doch Shinbei erweist sich als eiskalter Geschäftsmann, der auf Jungfrauen steht und den die Schicksale seiner Mitmenschen nicht den Hauch interessieren. Natürlich sieht sich Ichi gezwungen, den Machthabern einen Denkzettel zu verpassen… 

Kritik: 

Nach dem stilistisch ausgefallenen Vorgänger „Zatoichi In Desperation“, bei dem Shintaro Katsu nicht nur die Hauptrolle und die Produktion, sondern auch die Regie übernahm, kehrt der routinierte Kimiyoshi Yasuda (u.a. „Zatoichi On the Road“, „Zatoichi and the Fugitives“) mit gediegenen Farben und gedrosseltem Tempo zum Franchise zurück und erdet das Franchise-Finale auf dem Boden, auf dem es einst gedeiht ist. 
Die Geschichte bietet wie gewohnt kaum Neues und konfrontiert Ichi wieder einmal mit skrupellosen Bossen, deren Handlanger er souverän zur Strecke bringt. Dabei schießt das hellrote Blut wie Fontänen aus den Wunden der Opfer, doch davon abgesehen ist der Erzählrhythmus eher langsam und fokussiert sich eher auf die Gespräche zwischen Ichi und Omiyo sowie Ichi und dem großväterlichen Sakubei (Takashi Shimura). 
Für Shintaro Katsu, der zu Beginn der „Zatoichi“-Filme noch in zwei anderen, allerdings weitaus kurzlebigeren Filmreihen mitgewirkt hatte, setzte das „Zatoichi“-Thema noch in der zwischen 1974 und 1979 produzierten Fernsehserie fort, ehe er 1989 noch einmal mit „Zatoichi“ ein letztes Mal auf die Leinwand zurückkehrte. 

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