Conan – Der Zerstörer

Als prominenter Vertreter der Low Fantasy war der US-amerikanische Autor Robert E. Howard (1906-1936) für eine Vielzahl von Geschichten und Romanen aus dem Fantasy-, Abenteuer-, Horror- und Western-Bereich verantwortlich. Zu seinen bekanntesten Schöpfungen zählen die Zyklen um „Conan den Cimmerier“. Nachdem John Milius 1982 mit „Conan – Der Barbar“ mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle des schwertschwingenden Muskelprotzes eine erfolgreiche Adaption des Fantasy-Abenteuers präsentiert hatte, sorgte Richard Fleischer zwei Jahre darauf mit „Conan – Der Zerstörer“ für eine eher unfreiwillig komische, erstaunlich blutleere Fortsetzung.

Inhalt:

Die ebenso schöne wie bösartige Königin Taramis (Sarah Douglas) bittet Conan (Arnold Schwarzenegger) um einen Gefallen. Der halbnackte Muskelprotz soll die Nichte der Königin, Prinzessin Jehnna (Olivia d´Abo), zum Schloss des Zauberers Toth-Amon (Pat Roach) geleiten. Dort wartet ein magischer Diamant, den nur die Prinzessin berühren kann. Der Diamant selbst, den nur die auserwählte Prinzessin berühren darf, ist der Schlüssel zu einem weit größeren Schatz, einem mit Juwelen besetzten Horn, welches Dagoth, den träumenden Gott, wiedererwecken soll, wenn man es in die Stirn seiner Statue einsetzt. Als Gegenleistung bietet Taramis dem Titelhelden die Erweckung seiner Geliebten Valeria von den Toten an. Conan willigt ein und begleitet die junge Prinzessin auf ihrer Reise. Die Gruppe wird durch den tollpatschigen Dieb Malak (Tracey Walter), die unerschrockene Kriegerin Zula (Grace Jones), den asiatischen Zauberer Akiro (Mako) und den hageren Leibwächter Bombaata (Wilt Chamberlain) vervollständigt. In der Nacht vor der Überfahrt zum Schloss, das aus der Mitte eines Sees aufragt, wird Jehnna von Toth-Amon entführt, der die Macht des Artefaktes für sich will. Conan und seine Gefährten machen sich daran, sie zu retten. Im Spiegelsaal des Schlosses, in dem sich auch das Juwel befindet, kommt es zum Kampf zwischen Conan und dem Zauberer. Nachdem Conan den Kampf erfolgreich beenden konnte, warten allerdings weitere Herausforderungen auf ihn und seine Truppe…

Kritik:

„Conan – Der Barbar“ war 1982 der Film, der den österreichischen Bodybuilder Arnold „Mister Universum“ Schwarzenegger zum Hollywood-Star machte. In der Rolle des muskelbepackten Barbaren war kaum Schauspielkunst, sondern nur physische Präsenz gefragt, die Schwarzenegger überzeugend auf der Leinwand vermitteln konnte. Nach dem überraschenden Erfolg des Sword-and-Sorcery-Spektakels ließ eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Zwar fand man mit dem Routinier Richard Fleischer („Die Wikinger“, „Der Zwang zum Bösen“) einen versierten Regisseur, doch vermochte er die dünne Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse in Form einer Schatzsuche nicht genug aufzupeppen, um dem Publikum eine spannende Geschichte zu präsentieren. Im Vergleich zum weitaus originelleren Original bleiben die Action- und Kampfszenen sehr blass, ebenso die an sich bunte Truppe an Charakteren, die während ihrer Schatzsuche kaum an Profil gewinnen. Der Ausgang der Mission ist so vorhersehbar, wie die Kulissen erschreckend künstlich und billig wirken. Da können weder Arnolds glänzende Muskeln noch die schönen, aber profillosen Frauen etwas retten. Trotz des zumindest künstlerischen Debakels durfte Fleischer 1985 noch den „Conan“-Ableger „Red Sonja“ mit Schwarzenegger und Brigitte Nielsen in den Hauptrollen nachlegen.

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