Nur 48 Stunden

Kaum hatte sich Walter Hill in den späten 1970er Jahren mit seinen ersten Regiearbeiten „Ein stahlharter Mann“, „Driver“ und „Die Warriors“ als hervorragender Action-Regisseur einen Namen gemacht. So richtig Kasse gemacht hat er allerdings erst mit der launigen Action-Komödie „Nur 48 Stunden“, mit der „Saturday Night Live“-Star Eddie Murphy gleich einen vorzüglichen Einstand in seinem Leinwanddebüt feiern durfte.

Inhalt:

Als es dem Schwerverbrecher Albert Ganz (James Remar) mit Hilfe seines Kumpels Billy Bear (Sonny Landham) gelingt, bei einem Arbeitseinsatz an den Schienen zu entkommen, werden zwei Aufseher erschossen und der abgehalfterte, zynische Cop Jack Cates (Nick Nolte) damit beauftragt, den Cop-Killer wieder einzufangen. Dabei gelingt es ihm, mit Reggie Hammond (Eddie Murphy) einen ehemaligen Partner von Ganz für 48 Stunden aus dem Gefängnis zu holen, um mit ihm Ganz wieder dingfest zu machen. Der mürrische, wortkarge Cates und die Quasselstrippe Hammond raufen sich während ihrer Tour irgendwie zusammen und gelangen auf die Spur der Gangster, indem sie vor dem Parkhaus, in dem Hammonds Cabrio mit dem Geld seit drei Jahren parkt, auf Luther, einen weiteren von Ganz‘ Partnern, warten. Die erste Geldübergabe in einer U-Bahn-Station können sie zwar vereiteln, doch können Ganz, Bear und Luther entkommen. Nun bleibt ihnen nur noch, bei Ganz‘ Freundin auszuharren, bei der sie beim ersten Mal keinen Hinweis auf den Verbleib des Verbrechers erhalten haben…

Kritik:

Walter Hill, der mit Roger Spottiswoode und Larry Gross auch für das Drehbuch verantwortlich gewesen ist, liegt bei „Nur 48 Stunden“ nichts an einer komplexen Thriller-Handlung. Die Story ist hier so einfach wie effektiv. Vor dem Hintergrund, dass den ungleichen „Partnern“ Cates und Hammond nur zwei Tage bleiben, um den entflohenen Schwerverbrecher Ganz zu fassen, entsteht ein vor allem temporeiches Katz- und Maus-Spiel, bei dem vor allem Eddie Murphy als wortgewandter, gewitzter Kleinganove mit Charme überzeugt und sich immer wieder erfrischend knackige Wortgefechte mit seinem zunehmend genervten Aufpasser liefert, der zudem die Probleme mit seiner gefrusteten Freundin Elaine (Annette O’Toole) unterwegs nicht in den Griff bekommt. Wenn Cates und Hammond eine Western-Bar aufsuchen, um an Informationen über Ganz‘ Verbleib zu kommen, sorgt Eddie Murphy als Möchtegern-Cop für mächtig Laune und etabliert sich als der eigentliche Star des Films, gibt mit Nick Nolte („Ausgelöscht“, „Herr der Gezeiten“) die perfekte Blaupause für ähnliche Buddy-Movies wie die „Lethal Weapon“-Reihe ab.
 

Kommentare

Beliebte Posts