Mr. Majestyx – Das Gesetz bin ich

Charles Bronson durfte in seiner langjährigen Karriere unter einer Vielzahl namhafter Regisseure wie Don Siegel („Telefon“), Michael Winner („Ein Mann sieht rot“), Sergio Leone („Spiel mir das Lied vom Tod“), John Sturges („Die glorreichen Sieben“), Sydney Pollack („Dieses Mädchen ist für alle“), Walter Hill („Ein stahlharter Mann“) und J. Lee Thompson („Murphys Gesetz“) arbeiten, aber auch unter dem Routinier Richard Fleischer. Der verfilmte 1974 mit „Mr. Majestyx – Das Gesetz bin ich“ ein Drehbuch von Elmore Leonard („Get Shorty“, „Out of Sight“).

Inhalt:

Der ehemalige US-Army-Ranger und Vietnamkriegsveteran Vince Majestyk (Charles Bronson) ist immer wieder mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten, verdient sich nun seinen Lebensunterhalt als Melonenfarmer in Colorado. Er hat gerade eine Truppe von Tagelöhnern anheuern lassen, um die aktuelle Ernte einfahren zu sammeln, als ihm der Kleingauner Paul Koslo (Bobby Kopas) in die Quere kommt. Der hat bereits seine eigenen Leute auf Majestyks Feld geschickt, wogegen sich der Farmer mit der Waffe, die er Koslo entwenden konnte, wehrt. Doch damit ist die Angelegenheit längst nicht erledigt. Koslo erstattet gegen Majestyk Anzeige wegen Körperverletzung. Da Majestyk weder einen Anwalt haben will noch die Kaution aufbringen kann, kommt er in Untersuchungshaft. Dort lernt er den Berufskiller Frank Renda (Al Lettieri) kennen, der bei dem gemeinsamen Bustransport zu einer Anhörung von seinen Komplizen befreit werden soll. Bei dem Überfall gibt es Tote auf allen Seiten. Majestyk gelingt es, mit dem an Handschellen gefesselten Renda zu fliehen, und handelt mit Detective Lieutenant McAllen (Frank Maxwell) einen Deal aus: Wenn er Renda ausliefert, wird die Anklage gegen ihn fallengelassen, damit er seine Melonen ernten kann. Aber Renda gelingt die Flucht und Majestyk landet wieder im Gefängnis. Der rachsüchtige Renda jedoch will Majestyks Kopf. Er bringt Koslo dazu, die Anzeige zurückzuziehen, damit er Majestyk persönlich erledigen kann. Zusammen mit der hübschen Nancy Chavez (Linda Cristal) und ihren Leuten kann Majestyk zwar seine Melonen ernten, sieht sich aber Renda, Koslo und deren Schergen ausgesetzt, die die Jagd auf Majestyk eröffnet haben…

Kritik:

Es ist wohl vor allem Elmore Leonards Drehbuch und Richard Fleischers routinierter Inszenierung zu verdanken, dass sich „Mr. Majestyx – Das Gesetz bin ich“ vom Gros späterer Bronson-Filme prositiv abhebt. In jenem Jahr avancierte der Hauptdarsteller mit seiner ikonischen Rolle als Rächer in eigener Mission in Michael Winners „Death Wish – Ein Mann sieht rot“ zum Prototyp des wortkargen Einzelgängers, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Gegen diesen reißerischen Klassiker, der es auf vier Fortsetzungen brachte, wirkt „Mr. Majestyk“ nahezu brav und bieder. Charles Bronson zieht als einfacher Melonenfarmer Vince Majestyk gleich die Sympathien des Publikums auf sich, als er gegenüber einem rassistischen Angestellten durchsetzt, dass die mexikanischen Wanderarbeiter die Toilette der Tankstelle benutzen dürfen. Wirkliche Unruhe kommt erst auf, als Majestyk erst unbefugt auf seinem Feld arbeitende Leute mit verhaltener Gewalt vertreiben muss und sich nach seinem Gefängnisaufenthalt auf der Flucht mit einem Auftragskiller auseinandersetzen muss, der überhaupt keinen Spaß versteht. Diese Konstellation entwickelt sich zu einem leidlich spannenden Plot mit ein paar Autoverfolgungsjagden über unwegsames Gelände und einigen Schießereien, die immerhin so unterhaltsam inszeniert sind, dass Actionfans auf ihre Kosten kommen.

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