La Riffa

In „Bram Stokers Dracula“ von Francis Ford Coppola feierte Monica Bellucci 1992 ihr Hollywood-Debüt als eine der schönen, nackten Bräute des Vampirfürsten, doch ihren unzweifelhaft schönen Körper präsentierte das frühere Model bereits ein Jahr zuvor in dem Erotik-Drama „La Riffa“ von Francesco Laudadio („Grog“, „Signora“).

Inhalt:

Als ihr Mann Maurizio bei einem Autounfall stirbt, steht die junge wie schöne Francesca (Monica Bellucci) vor dem Nichts, denn ihr bisheriges Leben im sorgenfreien Wohlstand in einer Villa mit Haushälterin war nicht nur auf Schulden gebaut, sondern auch auf einem Betrug. Erst nach der Beerdigung ihres Mannes erfährt die mittellose Francesca, dass er sie jahrelang mit einer Frau namens Camilla (Tiziana Pini) betrogen hat. Auf den Rat ihres Anwalts Cesare (Massimo Ghini) hin verkauft sie ihre Villa am Meer, sämtliche Möbel, ihre Pelze, ihren Schmuck sowie Maurizios Yacht, um irgendwie über die Runden zu kommen sowie das Schulgeld für ihre kleine Tochter Giulia (Giulia Macchietti) bezahlen zu können. Um die dringendsten Rechnungen bezahlen zu können, lässt sich Francesca für Sex mit wohlhabenden Männern bezahlen. Da Francesca nie gearbeitet und auch nichts gelernt hat, beschließen sie und Cesare, eine Art Tombola zu veranstalten, deren Hauptgewinn Francesca selbst sein soll. Die Teilnehmerzahl wird auf 20 Personen begrenzt. Jede von ihnen muss 100 Millionen Lire als Einsatz zahlen. Wer auch immer gewinnt, darf vier Jahre lang mit Francesca zusammenleben und alles von ihr verlangen. Unter den Käufern der Lose befinden sich auch mehrere gute Bekannte des Verstorbenen…

Kritik:

Nach dem Fernsehfilm „Vita coi figli“ (1991) feierte die damals 27-jährige Monica Bellucci noch im selben Jahr ihr Leinwanddebüt in dem Erotikdrama „La Riffa“, das erst in diesem Jahr auch dem deutschen Publikum präsentiert worden ist. Da hatte die schöne Italienerin schon Erfolge in „Lügen der Liebe“, „Der Zauber von Malèna“, „Irreversibel“, „Handbuch der Liebe 2“, „Matrix Reloaded“ und als bis dato ältestes Bond-Girl in „Spectre“ feiern dürfen. Die Geschichte von „La Riffa“ ist ebenso schlicht wie schnörkellos inszeniert. Wir erleben Francesca am Tiefpunkt ihres Lebens, mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, dass ihr bisheriges Leben nur auf Lügen gebaut war und sie nun erstmals selbst für ihren Unterhalt und ihre Tochter sorgen muss. Monica Bellucci verkörpert die Hauptrolle mit einer eleganten Präsenz und darf dabei ihren vollkommenen nackten Körper immer wieder lustvoll in Szene setzen, auch wenn der Erotik-Anteil recht zahm ausfällt. Für Bellucci-Fans ist „La Riffa“ sicher ein Augenschmaus, darüber hinaus bietet das Drama nichts Sehenswertes. 

 

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