The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab
Dass die Briten Action und Humor stimmig miteinander in
Einklang bringen können, hat bereits die unsterbliche Filmreihe um den legendären
britischen Geheimagenten James Bond bewiesen. Etwas weniger glamourös ging es
1969 bei dem Heist Movie „The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab“
zu, der Michael Caine in der ungewohnten Rolle des Frauenschwarms und
Meisterdiebs präsentiert.
Inhalt:
Kaum ist der Gauner Charlie Croker (Michael Caine) aus dem Gefängnis entlassen, wird er in einem gestohlenen Wagen herumkutschiert und plant mit seinem alten Gaunerkollegen Bridger (Noël Coward) schon den nächsten großen Coup. Um Goldbarren im Wert von vier Millionen Dollar in Turin zu erbeuten, sollen sowohl die italienische Polizei als auch die örtliche Mafia durch ein spektakuläres Verkehrschaos in die Irre geführt werden. Pläne, wie sich der Schatz angeln lässt, gibt es bereits, die hat ihm ein kürzlich verstorbener Freund hinterlassen. Zusammen mit Bridger, dem Computerexperten Professor Simon Peach (Benny Hill), Elektronikexperten Birkinshaw (Fred Emney) und anderen soll dieser Plan nun in die Tat umgesetzt werden …
Kritik:
Wie bei den meisten Heist Movies liegt der Unterhaltungswert
von „The Italian Job“ vor allem in der Planung des Coups, der vor dem
Hintergrund eines Fußballspiels zwischen Italien und England ein Verkehrschaos
inszeniert, zu dem sowohl die Überwachungskameras ausgeschaltet werden als auch
ein Schadprogramm in die Verkehrsüberwachung eingespielt wird, so dass die
Ampeln in der nicht nur von Fußballfans gefüllten Innenstadt für ideale Voraussetzungen
sorgt, den Transport mit den Goldbarren zu kapern. Michael Caine („Die
schwarze Windmühle“, „Der Mann, der König sein wollte“) brilliert dabei als
meisterhafter Stratege, dem nach seiner Haftentlassung zunächst einmal
sämtliche Frauen zu Füßen liegen, bevor er sich den wichtigeren Aufgaben
widmet. Die Figurenzeichnung der unzähligen Nebenfiguren bleibt skizzenhaft,
die Handlung lange Zeit unspektakulär, doch sobald die Goldbarren in die drei
Fluchtfahrzeuge – drei Mini-Cooper in den drei britischen Nationalfarben Rot
(Wales), Blau (Schottland) und Weiß (England) – verladen sind, inszeniert
Regisseur Peter Collinson („Tödlicher Tag“, „Morgen gibt es kein
Erwachen“) eine rasante Verfolgungsjagd, die es zu Recht in die
Filmgeschichte geschafft hat. Das Finale mit der Flucht in einem Bus über die
Alpen wartet mit einem schönen Cliffhanger auf, doch die eigentlich geplante
Fortsetzung wurde wegen des ausbleibenden Kassenerfolgs von Paramount nicht
mehr realisiert. Dafür aber ein Remake, das 2003 in den deutschen Kinos unter
dem Titel „The Italian Job – Jagd auf Millionen“ mit Mark Wahlberg, Charlize
Theron und Donald Sutherland anlief.
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