Das Haus des Bösen

Mit Klassikern wie „Duell“ (1971) und „Der weiße Hai“ (1975) hat Steven Spielberg schon in frühen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass er zu den versiertesten Spannungsmachern in Hollywood zählt. Zwischen diesen beiden Werken entstand der nahezu völlig vergessene Fernsehfilm „Das Haus des Bösen“ (1972), der allerdings wirklich nur für Spielberg-Komplettisten interessant sein dürfte.

Inhalt:

Bei einem Ausflug nach Pennsylvania stoßen der Werbefilmer Paul Worden (Darren McGavin) und seine Frau Marjorie (Sandy Dennis) auf eine zum Verkauf stehende Farm. Auch wenn der alte Mann (Jeff Corey) den beiden Interessenten mitteilt, dass etwas Seltsames mit dem Haus vorgeht, kaufen die beiden Großstädter die Farm und ziehen mit ihrem kleinen Sohn Stevie (Johnnie Whitacker) ein. Es dauert allerdings nicht lange, bis Marjorie beobachtet, wie das Blut frisch geschlachteter Hühner über dem Ackerboden verspritzt wird, unspezifisches Kinderweinen wahrnimmt und im Schuppen auf Gläser mit seltsamen Inhalten stößt. Von ihrem beruflich stark eingebundenen Mann kann Marjorie keine Unterstützung erwarten, dafür kommt ihr der Kochbuch-Autor Harry Lincoln (Ralph Bellamy) zu Hilfe, der in seinen Büchern auch auf okkulte Symbole eingegangen ist, so wie auf die Oktagramme, die die Scheune der Worden-Farm zieren…

Kritik:

Für eine Low-Budget-Produktion, die für CBS Television Network entstanden ist, ist „Something Evil“ – so der Originaltitel – ganz passabel geworden. Das liegt vor allem an dem Cast aus routinierten Darstellern und Spielbergs effiziente Inszenierung mit einigen Kameratricks, die auf spätere Werke verweisen, ebenso wie die Thematik generell auf nachfolgende Genre-Klassiker wie „Der Exorzist“, „Poltergeist“ und „Das Omen“ verweist. Während die Stimmung in dem Spukhaus gut eingefangen wird, ist der Plot allerdings erschreckend vorhersehbar – zumindest aus heutiger Sicht, denn der im Prolog gezeigte tödliche Unfall unter mysteriösen Umständen, die Pentagramme und die unheimlichen Ereignisse bis zum Showdown haken letztlich nur die klassischen Horrormomente des Genrefilms ab. Das taugt für einen unaufgeregten „Haunted House“-Grusel, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck.

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