Wenn Liebe so einfach wäre

Neben Nora Ephron („Harry & Sally“, „Schlaflos in Seattle“) ist Nancy Meyers die ausgesuchte Expertin für RomComs, die stets mit imponierendem Cast und schicken Kulissen entspannte Feel-Good-Atmosphäre verströmen. Nach „Was Frauen wollen“, „Was das Herz begehrt“ und „Liebe braucht keine Ferien“ schickte sich 2009 „Wenn Liebe so einfach wäre“ an, vor allem die Frauen in den besten Jahren zu amüsieren.

Inhalt:

Nach zehn Jahren, die sie von ihrem Ex-Mann Jake (Alec Baldwin) getrennt ist, kann die Bäckerei- und Bistrobesitzerin Jane Adler (Meryl Streep) einigermaßen gelassen mit der Tatsache umgehen, dass Jake sie und ihre drei Kinder wegen der jüngeren Agness (Lake Bell) verlassen hat, und müssen sich auf gemeinsam besuchten Partys ihrer alten Freunde nicht aus dem Weg gehen. Zudem scheint sich am Horizont ein neues Glück abzuzeichnen, denn der ebenfalls geschiedene Architekt Adam (Steve Martin) ist nicht nur angenehm zurückhaltend und witzig, sondern liest ihr auch alle architektonischen Wünsche für den geplanten Anbau ihres Hauses von den Augen ab. Doch bei der Examensfeier des gemeinsamen Sohnes in New York gönnen sich Jane und Jake, dessen Frau wegen des Kindes zuhause geblieben ist, an der Bar etliche Flaschen Wein und landen miteinander im Bett – und beginnen heimlich eine Affäre miteinander, da Jake in seiner Ehe auch nicht mehr glücklich ist. Doch die Affäre stellt die beiden nicht nur vor die Herausforderung, sie vor ihren (potenziellen) Partnern geheimzuhalten, sondern auch vor ihren Kindern…

Kritik:

Nancy Meyers, die auch diesmal das Drehbuch zu ihrem Film verfasst hat, weiß, was ihre Zielgruppe will, und das sind amouröse Abenteuer, die mit einigen unverfänglichen Verwicklungen und viel Humor gespickt sind. In „Wenn Liebe so einfach wäre“ dienen vor allem Janes liebevoll eingerichtetes Bistro und ihr ebenso geschmackvoll eingerichtetes Häuschen mit Swimming Pool sowie Adams Architekturbüro und ein Luxus-Hotel in New York die ansprechende Kulisse für eine Affäre unter ehemals Verheirateten, die sich nicht nur durch leidenschaftlichen Sex, sondern auch ihren Humor miteinander verbunden fühlen. Die Verwicklungen, die dadurch entstehen, vor allem die gemeinsamen Kinder erst einmal im Ungewissen zu lassen, machen sich in pointierten Dialogen bemerkbar, die allerdings nie in die Tiefe gehen, sondern eher das absurde Element in der Wiederbelebung der alten Beziehung in den Fokus setzen. Bei aller Oberflächlichkeit und Realitätsferne ist es vor allem die gute Chemie zwischen Meryl Streep („Sodbrennen“, „Die Geliebte des französischen Leutnants“) und Alec Baldwin („The Cooler“, „Glengarry Glen Ross“), die der romantischen Komödie ihren Unterhaltungswert verdankt. 

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