Final Destination 6: Bloodlines

Mit „Final Destination“ gelang James Wong, dem früheren Produzenten der Mystery-Hit-Serie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ ein Regiedebüt, das zu den besseren Horror-Filmen zählte, die im Schlepptau von Wes Cravens Blockbuster „Scream – Schrei!“ (1996) entstanden, und es bislang auf vier Fortsetzungen brachte. Nachdem das Konzept rund um den Tod, der auf oft perfide Weise seine Opfer einholt, die ihm überraschend von der Schippe gesprungen sind, allerdings seinen Reiz verloren hatte, versucht das Regieduo Zach Lipovsky und Adam Stein nach 14 Jahren mit „Final Destination 6: Bloodlines“ einen Neuanfang.

Inhalt:

Die junge Iris (Brec Bassinger) wird Ende der 1960er Jahre von ihrem Freund Paul (Max Lloyd-Jones) zur großen Eröffnungsfeier des Skyview-Towers eingeladen. Während Paul in diesem exquisiten Restaurant aus Stahl und Glas in 150 Meter Höhe seiner Freundin einen Heiratsantrag machen will, entdeckt die schwangere Iris überall um sich herum Anzeichen für eine Katastrophe, bei der die tanzende Menge auf der Glasfläche in die Tiefe stürzen wird. Durch ihren beherzten Einsatz kann die Katastrophe verhindert werden, doch Iris wird daraufhin mit ihren abstrusen Vorahnungen über den bevorstehenden Tod ihrer Angehörigen zur Aussätzigen in der Familie.
Als aber ihre Enkelin Stefani (Kaitlyn Santa Juana) von furchtbaren Albträumen berichtet, in denen sie die tödliche Katastrophe bei der Einweihung des Skyview-Towers sieht, sucht sie Iris in ihrem abgeschiedenen und abgesicherten Refugium auf und erfährt, dass Iris den Tod durch ihr beherztes Eingreifen im Skyview-Tower überlistet hätte und dieser wiederum nach und nach Iris‘ Angehörigen holt, da diese eigentlich nicht existieren würden, wenn Iris wie geplant bei dem Unglück gestorben wäre. Stefani studiert die akribischen Aufzeichnungen ihrer Großmutter, zeichnet den Stammbaum ihrer Familie nach und kommt zu einem erschütternden Ergebnis. Tatsächlich kommen schon die nächsten Familienmitglieder ums Leben. Zusammen mit ihrem Bruder Charlie (Teo Briones), ihrer jahrelang auf eigenen Pfaden wandelnden Mutter Darlene (Rya Kihlstedt) und ihrem Cousin Erik (Richard Harmon) sucht Stefanie einen Weg, den Tod erneut zu überlisten und ihre Familie zu retten…

Kritik:

Das Warten auf eine kaum noch für möglich gehaltene Fortsetzung der „Final Destination“-Reihe hat sich gelohnt. Bereits die mit Spannung aufgeheizte Eröffnungssequenz beinhaltet ebenso wie die Vorahnung auf eine tödliche Katastrophe eine damit kontrastierende romantische Liebesgeschichte, die dem ermüdenden Konzept der Aneinanderreihung möglichst ausgefallener Todesarten eine emotionale Komponente verleiht. Das Regieduo hat mit dem Autoren-Team Guy Busick („Abigail“, „Scream VI“) und Lori Evans Taylor („Bed Rest“, „Cellar Door“) einerseits eine interessante Rahmengeschichte inszeniert, bei der die teils skurrilen Figuren auch mehr tun dürfen, als nur Opfer tödlicher und extrem blutiger Unfälle zu sein. Nichtsdestotrotz werden Fans des Franchises mit coolen Ideen unterhalten, mit denen Körper zerquetscht, perforiert und zermahlen werden. 

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