Meg 2: Die Tiefe

Jason Statham („The Transporter“, „Homefront“) zieht nach wie vor ein Millionen-Publikum an Action-Fans in die Kinos, selbst bei so hanebüchenen Stoffen wie „Meg“ (2018), wo sich der ehemalige Olympionike im Turmspringen mit Riesenhaien herumschlagen durfte. Mit den weltweiten 530 Millionen Dollar, die der Hai-Horror in die Kinokassen spülte, war eine Fortsetzung natürlich obligatorisch, allerdings hält sich der Unterhaltungswert von „Meg 2: Die Tiefe“ (2023) arg in Grenzen.

Inhalt:

Fünf Jahre nachdem Jonas Taylor (Jason Statham) erfolgreich gegen einen Megalodon gekämpft hat, engagiert sich der Tiefseetaucher verstärkt für den Schutz der Ozeane. Seine ehemalige Partnerin, die Meeresforscherin Suyin Zhang, ist mittlerweile verstorben, und so muss sich Jonas gemeinsam mit Suyins Bruder Jiuming (Jing Wu) um die Erziehung ihrer Tochter Meiying (Shuya Sophia Cai) kümmern, die mit ihren 14 Jahren bereits als Nachwuchswissenschaftlerin engagiert ist. Das von Jiuming und der Mäzenin Hillary Driscoll (Sienna Guillory) geleitete Ozeaneum in Hainan beherbergt als neuste Attraktion den Megalodon Haiqi, den man einst als Jungtier verwundet vorfand. Jiuming konnte zu Haiqi zwar eine vertrauliche Beziehung aufbauen, doch das seit einigen Tagen sehr unruhige Tier bricht schließlich aus seinem Becken aus, während Jonas, Jiuming und Meiying zur Meeresforschungsstation „Mana One“ im Pazifischen Ozean unterwegs sind, von wo aus mit U-Booten routinemäßige Erkundungstouren des Marianengrabens durchgeführt werden sollen. Zusammen mit den Tauchern Rigas (Melissanthi Mahut), Curtis (Whoopie Van Raam), Sal (Kiran Sonia Sawar) und Lance (Felix Mayr) treten Jonas und Jiuming die Reise in die Tiefen des Meeres an – ohne zu wissen, dass sich die neugierige Meiying ebenfalls an Bord eines der beiden Schiffe geschlichen hat. Als die Trupps die Thermokline passieren und Haiqi in der Tiefe entdecken, beschließen sie, dem Tier in ein unbekanntes Territorium zu folgen. Dort treffen die Forscher nicht nur auf weitere Megalodons, sondern auch auf eine geheime Unterwasserstation, die von Driscolls Verbündetem Montes (Sergio Peris-Mencheta) geleitet wird und wertvolle Mineralien illegal aus den Tiefen des Meeres abschürfen soll. Als Montes die Ankunft des Forschungsteams bemerkt, verursacht er zur Spurenbeseitigung eine Unterwasserexplosion – mit schwerwiegenden Folgen…

Kritik:

Nachdem bei „Meg“, der Verfilmung des ersten Romans einer Reihe von Steve Alten um einen Riesenhai, Hollywood-Routinier Jon Turteltaub („Während du schliefst“, „Das Vermächtnis des geheimen Buches“) auf dem Regiestuhl saß, übernahm Ben Wheatley („Free Fire“, „High-Rise) den Posten für die 185 Millionen Dollar teure Fortsetzung, die einmal mit einem ausgeprägt chinesischen Cast einmal mehr auch diesen Markt in den Fokus genommen hat. Action-Fans werden sich lange gedulden müssen, denn die meiste Zeit tummeln sich Statham und seine Kollegen im Ozeaneum und tiefseetauglichen U-Booten, um erst die geheime Unterwasserstation zu untersuchen und sich dann um die zunehmend größere Anzahl an Riesenhaien zu kümmern. Die Zusammenstöße mit den Megs verlaufen dabei recht unspektakulär. Erst als die Expedition und die Megs Kurs auf das exklusive Vergnügungsresort Fun Island nehmen, geht etwas mehr die Post ab. Doch da mischen auch schon längst eine Riesenkrake und mörderische Dinosaurier kräftig mit, die den Riesenhaien und vor allem Jason Statham fast die Show stehlen. Zwar bringt Wheatley mehr Humor in den Plot, kann der unausgegorenen Action-Horror-Produktion aber keinen persönlichen Anstrich verleihen, so dass selbst der Hauptdarsteller etwas lustlos im Kampf gegen die Megs wirkt. Am Ende kommt „Meg 2“ wie eine müde Mischung aus „Meg“, „Der weiße Hai“, „Jurassic Park“ und „Avatar“ mit B-Movie-Schockern wie „Octalus“ und „Deep Star Six“ daher. Fortsetzung unerwünscht.

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